Lesezeit: 9 MinutenEs gibt nur eine einzige Regel zum Erfolg

Jeder der den Weg zum Erfolg weiter gegangen ist, kennt diese einzige wichtige Regel: Nicht aufhören!

Du denkst ans Aufhören? Daran den harten Weg aufzugeben? Dann hör gut zu: Es gibt kein finales Ziel! Ein Ziel gibt die Richtung vor. Die Richtung ist der Weg. Und man sagt: „Der Weg ist das Ziel.“ Dennoch spüren wir auf Teilen des Weges, dass da noch mehr kommt. Wir sehen das Potential. Wie hält man weiter durch?

Es gibt keinen Status Quo des für immer erreichten Erfolges. Hoch und Tiefs wechseln sich immer ab und fordern Veränderungen. Aber es gibt Momente des Durchbruchs und oft ist es kurz vor diesen am anstrengendsten durchzuhalten. Viele Sprüche sind in diesem Sinne mehr als nur Sprüche.

„Kurz bevor die Sonne aufgeht, ist die Nacht am dunkelsten.“ – Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf, (1858 – 1940), schwedische Schriftstellerin und Kinderbuchautorin, Nobelpreisträgerin für Literatur 1909

Es ist wahr: Als umso lohnender sich ein Weg erweisen soll, umso länger und steiniger muss er sein. Woher also die Kraft nehmen, wenn man sie am meisten braucht? – Und das „Durchhaltevermögen“?

Machen wir einen Perspektiv-Wechsel: „Durchhaltevermögen“ ist ein verwirrendes Wort. Das Wort selber hört sich anstrengend an. Es impliziert, dass man etwas tun müsste: „Durchhalten“. Doch jede Tat beschreibt eine neue Handlung. Hat man bis hier hin durchgehalten, muss man nichts Neues tun, um dies auch weiterhin zu schaffen. Durchhalten heißt so gesehen nichts zu ändern.

Drehen wir es um, so muss man keine Tat unternehmen, sondern eine unterlassen: AUFGEBEN!

Du denkst vielleicht ans Aufgeben, aber es ist nur ein Gedanke. Du kannst ihn denken oder auch nicht, aber du musst nicht auf ihn hören. Zuhören alleine genügt. Dann verschwindet er von alleine und die eigentliche Ursache für den Gedanken taucht auf: Anspannung!

Gründe zum Aufgeben? Es sind Gedanken wie: Was soll ich tun? – Welche Entscheidung ist richtig, welche falsch? – Was ist wenn es nicht klappt? – durch die die Anspannung überhaupt erst entstand.

Die Tatsachen sind jedoch: 1. Es gibt keine falschen oder richtigen Entscheidungen, sondern nur verschiedene Wege. 2. Kaum etwas klappt beim ersten Mal. 3. Man sieht oft erst was man tun sollte wenn es soweit ist. Gerade deswegen ist es Fakt: 99% der Sorgen, die man denkt, treffen niemals ein!

Trotzdem glauben wir Menschen das. Der Grund: In den 1% der Fälle sagt unser Kopf: „Na, siehste? – Hab‘ ich’s dir nicht gesagt?“ Eingebildete Sorgen sind also kein nachvollziehbarer Grund zum Aufgeben. Selbst wenn alles um dich herum chaotisch werden würde oder alle um dich herum aufhören würden, musst du NICHT aufgeben – in schweren Zeiten sortiert sich aus, wer zu dir hält!

Wir denken, es bräuchte zusätzliche Kraft um in schweren Zeiten weiterzumachen. Was aber soviel Kraft benötigt, ist der Widerstand gegen die schweren Zeiten. Es verbraucht unglaublich viel Energie diesen aufrecht zu erhalten. Statt die Umstände zu akzeptieren wie sie sind, kämpfen wir innerlich dagegen an. Weil du die Umstände anzweifelst, denkst du ans Aufgeben.

Es ist ganz simpel: Wenn du wirklich aufhören willst, dann kannst du das einfach tun. Das kann sein, wenn du auf einem komplett falschen Weg bist oder die Umstände dich gänzlich unglücklich machen. In diesem Fall wäre die Realisation dessen aber weniger dramatisch. Du würdest keine Angst haben, dass es die falsche Entscheidung wäre. Du hättest kein schlechtes Gewissen und keine Hemmungen. Gedanken und Emotionen müssten dich nicht erst dazu bringen. Du könntest einfach so, ohne Drama oder Kopfkino, die Entscheidung treffen – und ohne kreisende Gedanken.

Fühlst du dich unruhig, frustriert und schlapp, wisse: Deine Anspannung will dich zur Aufgabe treiben!

Ergo: „Es ist nicht der harte Weg zum Erfolg, den du nicht mehr aushältst, sondern deine eigene Anspannung, die du mit dir herumträgst und den Weg anstrengender macht, als er in Wahrheit ist!“

Was wird passieren? Wie geht es weiter? Was dann? Man weiß es nicht! Du wirst es auch nie können. Du kannst das nur mit jedem neuen Moment entscheiden. Erst dann zeigt sich was gerade zu tun ist. Mit jedem weiteren Schritt kannst du erkennen wohin dich der nächste führt.

Verschwende daher keine Gedanken an die Zukunft. Sie existiert ebenso wenig wie die Vergangenheit. Oft denken wir, die Vergangenheit hat den jetzigen Moment erschaffen. Es ist umgekehrt. So wie ein Schiff Wellen hinterlässt, folgt dem jetzigen Moment eine Spur. Die Wellen erschaffen das Schiff nicht. Und die Zukunft? Wir denken, sie kommt auf uns zu. Doch wir erschaffen sie mit jeder Tat.

Sieht man es also logisch, weiß man: All die Sorgen, die die Anspannung verursachen, sind unnötig.

Dennoch tauchen Sorgen immer wieder auf. Der Teufel steckt in den Gewohnheiten. Diese können sich auch im Kopf niederlassen. So bedienen sich bestimmte Gedankenmuster deiner Zukunftsängste und nähren sie auch. Die Gedanken wollen hilfreich sein und dir raten wie du die Ängste loswirst. Aus Angst gedachte Ideen bewirken aber genau das Gegenteil. Sie feuern die Angst noch mehr an.

Die größte Angst auf dem Erfolgsweg ist die Angst zu versagen. Doch so etwas wie „Versagen“ gibt es nicht einmal. Es gibt nur Fehler und die Frage ob man danach weitermacht. Aus einem Fehler zu lernen ist kein Verlust, sondern ein Gewinn. Wieso sollte man einen Fehler als finales Ergebnis sehen? Als wir laufen lernten, tat man das auch nicht! Wir sind gefallen und gefallen – nochmal und nochmal…

Typisch Mensch: Er denkt immer in zwei Bahnen, zwischen falsch und richtig, doch wahr ist das nicht.

Es ist paradox: Die Angst vorm Versagen zeigt sich als nichtig, sobald man versteht woher sie kommt. Der Hauptgrund wieso jemand „versagt“ ist, dass er aufgibt. Hält jemand mehrere Misserfolge durch, ändert sich das. So simpel ist das tatsächlich! Du weißt also: Du findest nie raus, ob der Erfolg eintritt, wenn du jetzt aufgibst. Wer weitergeht, kommt früher oder später an sein Ziel. Wer aufgibt, erntet mit Sicherheit den Misserfolg. Man kann das wissen und trotzdem Versagensangst haben.

Warum? Eigentlich hat man hat Angst vor etwas anderem: Vor sich selbst – davor, dass man aufgibt, weil man es nicht schafft durchzuhalten, da man nicht stark oder gut genug sei. Diese Angst hat man, da sich der Weg anstrengend anfühlt. Doch erinnern wir uns, warum er das tut: Die eigene Anspannung macht den Weg anstrengender, als er wirklich ist – Teufelskreis.

Noch ein Schritt tiefer: Man hat Angst, die Anspannung wüchse solange an, bis sie einen übermanne. Dieser skurrile Gedanke ist im Unterbewusstsein verankert: Irgendwann könne man die Anspannung nicht mehr aushalten. Schaut man genau hin, erkennt man, was das Unterbewusstsein damit meint: Dass dich die Anspannung irgendwann umbringen würde.

„So verrückt tickt der Mensch. Grund dafür ist die Verkettung im Teufelskreis. Der hat kein Anfang und kein Ende. In ihm feuert sich alles gegenseitig an: Anstrengung <-> Angst <-> Anspannung…“

Die Wurzel des Übels: Die Anspannung bleibt unentdeckt, wenn sie sich hinter dem Glauben versteckt: „Der Weg wird härter.“ Und die zunehmende Anstrengung auf dem Weg bleibt gerechtfertigt. Viel zu oft wird der Erfolg mit einem Gipfel verglichen. In unserer Vorstellung wird der Aufstieg zunehmend steiler. Durch diese wächst die Anspannung noch mehr an. Genau deshalb denkt man, der Weg würde immer härter werden. In Wahrheit wird der Weg umso leichter, je mehr Erfahrungen man gesammelt hat. – Wir denken nur wegen einer Sache anders: UNGEDULD!

Begonnen hat all das, als uns der Weg länger wie erwartet vorkam. Der Funken der Ungeduld hat den Teufelskreis entfacht. Das Misstrauen, ob man überhaupt irgendwann den erträumten Erfolg erreicht, hat Zukunftsängste geboren. Also versucht man sich mehr anzustrengen und schneller anzukommen. Das erzeugte erstmals die verstärkten Anstrengungen. Darauf hin folgt wiederum die Versagensangst. Seitdem befindet man sich in dieser kontinuierlichen Anspannung.

Die Einbildung durchschauen: In Wahrheit wollen wir keinen Weg aufgeben, sondern die Anspannung. Doch es scheint, als würden wir sie nur loswerden, wenn wir den Weg aufgeben. Nun da die Einbildung durchschaut ist, weißt du, es gibt keinen Grund mehr aufzugeben.

Und um die Anspannung loszuwerden gibt es noch eine Alternative zum Aufgeben: LOSLASSEN!

Du willst, dass die Anspannung verschwindet? Dann folge ihr nicht, sondern lasse sie einfach los. Lasse die Sorgen und Ängste um den Ausgang deines Weges los. Sie helfen eh in keinster Weise!

Lass die Kontrolle los: Übe dich in Vertrauen und Geduld. Das Leben kontrollieren zu wollen fühlt sich an wie einen Strom aufwärts zu schwimmen. Vertraue dich dem Fluss des Lebens an. Sehe den Weg als eine unaufhörliche Weiterentwicklung. Lasse deine Ungeduld fallen, indem du dir eingestehst, dass der Weg kein endgültiges Ziel hat. Dann entsteht Geduld von alleine!

Durch die Vorstellung der Endgültigkeit verfängt man sich in Sackgassen und ist zu sehr drauf vernarrt, etwas genau so zu ende zu führen, wie man sich es einmal vornahm. Doch nichts wird genau so fertig wie man denkt. Man kann nur die Richtung planen, niemals das exakte Ziel. Erst der Weg selbst zeigt, welche Kurskorrekturen gefordert werden. Bleibe auf deinem Weg. Konzentriere dich auf diesen. Schenke anderen Wegen nur Aufmerksamkeit, wenn sie sich mit deinem verbinden lassen.

Egal wie sehr du dich anstrengst alles zu kontrollieren: Die Linie wird nie so aussehen wie links im Bild. Loszulassen bedeutet: Die Linie rechts als normal zu akzeptieren und keine andere mehr zu erwarten!

Nicht aufzugeben heißt nicht, stur gegen eine Wand zu rennen. Es heißt auch nicht, immer das selbe machen zu müssen. Auf seinem Weg zum Erfolg entwickelt man sich. Man kann alles um sich herum an seine neusten Erkenntnisse und Erfahrungen anpassen.

Veränderungen sind deshalb vorteilhaft: So entdeckst du neue Möglichkeiten. Abzweigungen bringen dich nicht zwangsweise vom Weg ab. Führen sie dich nicht auf Abwege, dann sind es nur Abkürzungen oder Umwege. Beides ist schwer voneinander zu unterscheiden. In jedem Fall bedeuten Abzweigungen aber Weiterentwicklung und Wachstum. Daher ist es nie verkehrt eine zu nehmen – vor allen Dingen wenn du das Gefühl hast, dass du festhängst.

Bildhaft gesprochen: Du bist hier der Kapitän und Baumeister zugleich. Veränderungen müssen nicht gleich bedeuten den Kurs zu ändern. Meistens genügt es das Schiff anzupassen, zu modifizieren oder umzubauen, sowie Hindernisse zu umfahren. Manchmal heißt das alte Sachen über Bord zu werfen, um Platz für Neues zu schaffen. Generell heißt es: Passe dich an den Weg an, bevor du einen neuen suchst oder ihn aufgibst. Sonst suchst du dein ganzes Leben deinen Weg.

Nicht aufzugeben heißt einfach nur nicht aufzuhören. Alles andere ist eine Frage der Anpassung und von Veränderungen. Doch diese müssen nicht heißen gleich alles hinzuwerfen. Also vergesse niemals: Es gibt nur eine einzige Regel für den Erfolg: Weitermachen!

Viele Grüße, Peter

PS. Ich freue mich über Kommentare: Wo fühlt ihr euch auf eurem Weg? Wie sind eure Erfahrungen?

Sicher gilt das nicht nur für Sportler, sondern z.B. auch für Online-Marketer, Investoren, Networker etc.

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