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Diversifikation bei Aktien (Diskussion) - Diskussion

#1
Diskussion / Umfrage 
Etwas OT - ja, man soll diversifizieren und nicht alle Eier in einen Korb legen. Aber manchmal denke ich mir schon so...es gäbe aktuell bestimmt 10-20 Firmen, wo ich bedenkenlos All-In gehen würde, ohne das ich die nächsten 10-30 Jahre Angst hätte, dass es diese Firma nicht mehr geben könnte. Microsoft, Apple, Alphabet, Coca-Cola, P&G, McDonald´s...aber der sicherheithalber, wird natürlich auch künftig aufgeteilt.

#Moderation: Der Hauptbeitrag sowie die nachfolgenden sechs Beiträge stammen aus dem Thema Realty Income.
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#2
(23.10.2022, 09:49)StefanH schrieb: Etwas OT - ja, man soll diversifizieren und nicht alle Eier in einen Korb legen. Aber manchmal denke ich mir schon so...es gäbe aktuell bestimmt 10-20 Firmen, wo ich bedenkenlos All-In gehen würde, ohne das ich die nächsten 10-30 Jahre Angst hätte, dass es diese Firma nicht mehr geben könnte. Microsoft, Apple, Alphabet, Coca-Cola, P&G, McDonald´s...aber der sicherheithalber, wird natürlich auch künftig aufgeteilt.

Dann hast du ja schon 6 Firmen aufgezählt auf die sein Geld aufteilen kann. Wenn die alle so sicher sind, wäre es ja das selbe wie in eine davon All-In zu gehen, oder nicht?^^ Oder würde es mehr Rendite bringen auf nur eine davon zu setzen? Ich glaube nicht, bzw. kommt drauf an, aber das weiß man ja nie sicher.

Fragen wir doch aber mal andersrum: Was denkst du persönlich, welche von diesen Firmen würde von jetzt an am wenigsten lange halten? Mich würde nur mal aus Spaß deine Meinung interessieren, selbst wenn das nach unserer Zeit passieren würde. Lächeln
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#3
(23.10.2022, 23:42)AdminPeter schrieb:
(23.10.2022, 09:49)StefanH schrieb: Etwas OT - ja, man soll diversifizieren und nicht alle Eier in einen Korb legen. Aber manchmal denke ich mir schon so...es gäbe aktuell bestimmt 10-20 Firmen, wo ich bedenkenlos All-In gehen würde, ohne das ich die nächsten 10-30 Jahre Angst hätte, dass es diese Firma nicht mehr geben könnte. Microsoft, Apple, Alphabet, Coca-Cola, P&G, McDonald´s...aber der sicherheithalber, wird natürlich auch künftig aufgeteilt.

Dann hast du ja schon 6 Firmen aufgezählt auf die sein Geld aufteilen kann. Wenn die alle so sicher sind, wäre es ja das selbe wie in eine davon All-In zu gehen, oder nicht?^^ Oder würde es mehr Rendite bringen auf nur eine davon zu setzen? Ich glaube nicht, bzw. kommt drauf an, aber das weiß man ja nie sicher.

Fragen wir doch aber mal andersrum: Was denkst du persönlich, welche von diesen Firmen würde von jetzt an am wenigsten lange halten? Mich würde nur mal aus Spaß deine Meinung interessieren, selbst wenn das nach unserer Zeit passieren würde. Lächeln

Erstmal vorab - sicher ist an der Börse natürlich nie etwas…außer, dass nach dem Regen im Normalfall immer die Sonne scheint. Egal ob Kriege, schwarze Freitage, galoppierende Inflation, Terror, Wirtschafts- und Währungskrisen…egal was auf der Welt passiert ist, am Ende standen die Aktienmärkte nach der Krise immer höher als davor. Deshalb ist für mich zum Vermögensaufbau das investieren in Aktien alternativlos.

Ich für meinen Teil habe ja auch um die 30-40 Firmen in meinem Depot. Davon sind bis auf eine handvoll Gambletitel alles Firmen, von denen ich denke, dass es die auch noch in 30-40 Jahren geben sollte. Ich bin nun 32 und hoffe ja durch meine Anlage in Aktien auf die Rente mit 60-65.

Um aber deine Frage zu beantworten: Eine Welt ohne Microsoft, Alphabet und auch Apple kann ich mir derzeit nicht vorstellen. Der Wandel der Zeit hat auch Wandel im Konsum mit sich gebracht. Am ehesten wäre also vorstellbar, dass es vielleicht Coca Cola oder McDonald’s treffen könnte. Wobei ich auch hier sagen muss - schwer vorstellbar.

Für mich am wahrscheinlichsten wäre wohl, dass es irgendwann P&G nicht mehr geben könnte…aber nicht, weil sie zB Pleite sind, sondern weil das Firmenkonstrukt bis ins letzte zerteilt wird und zB aus P&G 3-4 neue Firmen entstehen könnten. Man sieht ja bei Firmen wie GlaxoSmithKline, Mercedes, VW oder auch 3M, dass es immer häufiger zu Abspaltungen von Firmen kommt. P&G ist in mehreren Sektoren sehr gut und breit aufgestellt. Deshalb wäre denkbar, dass man hier irgendwann eine Aufsplittung der Firma erleben könnte.

Ob wir aber noch eine Welt ohne die beispielhaft genannten Firmen noch erleben - Keine Ahnung
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#4
Hallo Stefan,

ich hatte meinen Beitrag #8 eigentlich noch weitergeschrieben, aber dann dachte ich mir, jetzt lass doch erstmal jemand zu Wort kommen. Grinsen

Und ja, siehe da, wir sind uns ziemlich einer Meinung, wobei ich nicht so viel über P&G weiß. Die Firma war mir ehrlich gesagt nicht einmal ein Begriff. Ich hatte nur kurz Wikipedia aufgeschlagen. Gibt es dazu eigentlich eine Vorstellung hier im Forum? Ansonsten wäre das ja vielleicht noch eine Idee. Lächeln

Da weiß ich schon mehr über die anderen Firmen und ich persönlich hätte auf McDonalds getippt, da ich manchmal den Eindruck habe, dass sich die Menschen immer mehr zu einer bewussten Ernährung hin entwickeln. Natürlich gibt es auch dort einen veganen Burger und in einer perfekten Zukunft, einer Utopie wie bei Star Trek, spricht auch nichts gegen Fleischkonsum. Schließlich ist die Wissenschaft schon seit geraumer Zeit dran Fleisch im Labor zu züchten. Als Veganer würde mich das sehr freuen, denn falls es noch keiner mitbekommen hat, ist die Landwirtschaft auf Platz 5 der größten Umweltbelastungen und das Leiden der Tiere ist für mich auch kein kleines Argument. Natürlich gehören auch Pflanzen zur Landwirtschaft, aber eine Kuh frisst um ein vielfaches mehr Pflanzen als ein Veganer.

Ich denke, man versteht meinen Punkt bezüglich McDonalds, aber selbst wenn die ganze Welt Veganer wäre, würde man sich wohl noch etwas einfallen lassen. So sah ich etwa mal eine große Reklame-Tafel als das Gerücht im Umlauf war, dass das Fleisch irgendwelche zusammengewürfelte "Pampe" wäre. Darauf stand: "Glaube nicht alles was du hörst" und darunter war ein Link zu einer Info-Seite, mit Informationen über die Herkunft des Fleisches. Da muss man sagen, das Marketing ist immer on Point und das ist nicht das einzige mal, dass mir das bei McDonalds aufgefallen ist. Die entwickeln sich immer gut weiter und passen sich an den Zeitgeist an.

Letztlich ist es aber auch nicht nur eine Frage, welches Unternehmen sich hält, sondern für eine gewinnbringende Investition vielmehr, welches noch viel Wachstum beschert. Also so wie bei jeder Investition und das ist schon wieder eine andere Frage, finde ich. Und ob die Entwicklung einer Aktie zur tatsächlichen Entwicklung passt. Wie ich sehe, beweist die McDonalds-Aktie immer großes Wachstum, aber auf Dauer würde ich mich fragen ob der weltweiten Expansion nicht irgendwann die Luft aus geht, besonders bei der aktuell rasanten Geschwindigkeit. Wenn es nach meinem Gefühl geht, schießt mir die Aktie allgemein zu sehr durch die Decke, aber das ist nur ein Gefühl. Angeblich habe man sich vorgenommen jede Woche ein neues "Restaurant" zu eröffnen. In vielen Ländern ist McDonalds bereits ein Name. Sogar auf Bali habe ich einige vorgefunden, aber das wird dem starken Tourismus zu verdanken sein. Nur Afrika sieht noch ziemlich unberührt aus. 

Ich denke, man versteht auch hier worauf ich hinaus will, aber vermutlich würde man da wieder zu weit in die Zukunft blicken. Also ja, vermutlich könnte man, abgesehen vom spekulativen Grundrisiko, nicht einmal mit McDonalds etwas falsch machen, zumindest für die nächsten Jahre. Wo muss ich unterschreiben? Grinsen
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#5
Alles richtig, was du zu McDonald´s schreibst, allerdings übersiehst du einen zentralen Punkt. McDonald´s als Unternehmen wird oftmals als Restaurantkette gesehen und auf den Verkauf von Speisen und Getränken reduziert, dabei ist McDonald´s eigentlich eine Art Immobilienfirma. Von rund 39.000 Filialen betreibt McDonald´s gerade mal um die 5.000 selber. Alle anderen laufen über Franchisenehmer, die die jeweiligen Standorte von McDonald´s mieten/pachten. Die Haupteinnahmequelle von Mc sind demnach Mieten und Pachten. Das eigentliche Burgergeschäft ist dabei ein nettes Zubrot, aber eigentlich gar nicht mehr relevant (wobei sich die Mieten/Pachten oftmals am Nettoumsatz orientieren). Manchmal erinnert mich das fast an die Kirche. Niemand nimmt es tatsächlich wahr, aber auch die Kirche hat überall Immobilien - teilweise in bester Lage. Ähnlich ist es bei McDonald´s. Durch entsprechende Franchiselizenzen und die Miet- und Pachtverträge drucken sie Geld...

Wie du aber richtig ansprichst, geht dieses Unternehmen auch immer mit der Zeit. Für mich deshalb ein Fall von - wahrscheinlich werde ich zu meinen Lebzeiten das Ende von McDonald´s nicht mehr erleben.
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#6
(28.10.2022, 21:47)MisterS schrieb: Ähnlich ist es bei McDonald´s. Durch entsprechende Franchiselizenzen und die Miet- und Pachtverträge drucken sie Geld...

Also alles verrückt wie immer... Grinsen 

Fun-Fact: Ich fange diesen Beitrag gerade bei McDonalds an zu schreiben! Grinsen

Dass McDonalds ein Franchise ist wusste ich. Das ist so ziemlich das erste was man hört wenn man im MLM startet. Wie genau das von statten geht, wusste ich aber nicht. Ich dachte immer McDonalds zieht einfach einen Teil des Umsatzes für sich ein und das war's.

Jetzt sagst du mir, die Haupteinnahmequelle von McDonalds sind Mieten und Pachten. Das können sie ja aber nur solange das Burgergeschäft gut läuft. Ansonsten gäbe es keine Franchiseunternehmer die ihre Mieten und Pachten zahlen. Das geht also schon irgendwo Hand in Hand für mich. Daher wollte ich noch ein paar Gedanken dazu teilen.

Was im Vordergrund steht sind die guten Standorte. Im Zweifel würde McDonalds darüber verfügen, aber ob das Unternehmen ohne seine Symbiose so weiter laufen würde, wäre eine andere Frage. Ich kenne mich mit Immobilien nicht aus, aber in dieses Feld scheinen sie mir zufällig reingewachsen zu sein. Gute Standorte bedeuten Vermögen, aber nicht unbedingt die Fähigkeit zu Immobilienhandel. Ich weiß was du meinst, aber ich stelle in Frage ob das wirklich so ein großer Faktor ist.

Auch wenn das Burgergeschäft nicht den meisten Umsatz generiert, ist das trotzdem das Hauptstandbein auf dem das Konzept aufbaut. Ich finde es nicht selbstverständlich, dass das Unternehmen damit stetig erfolgreich bleibt. Angenommen das Burgergeschäft würde wirklich nicht mehr laufen, könnte McDonalds nicht einfach auf seinem Vermögen sitzen bleiben, sondern müsste dieses auch handeln um weiter Umsatz zu generieren. Ansonsten würden auch die Akteure abspringen. Nur weil McDonalds gute Standorte für sein Restaurant besitzt, wäre die Zukunft des Unternehmens noch nicht gesichert.

Ich übertreibe hier natürlich. Ich möchte nur unterstreichen, dass der Immobilienteil an den Erfolg des Burgergeschäfts gebunden ist. Das ist reine Spekulation, jedoch macht es mir manchmal Spaß über den Tellerrand hinaus zu denken. Vielleicht könnte dieses Szenario erst in Jahrzehnte eintreten, aber sicher ist nichts und falls es dazu käme, glaube ich nicht, dass die Immobilien von McDonalds ausreichen um dem Wert seiner Aktie weiter gerecht zu werden.

Nach wie vor Utopie, aber es ging ja um die Frage welches der genannten Unternehmen vielleicht am wenigsten lang halten würde. Lächeln

PS. Ich lasse mal ein separates Thema zur McDonalds-Aktie eröffnen. Der ganze Offtopic hier geht auf meine Kappe! Offtopic
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#7
Das ist schon richtig, was du schreibst. Verkauft McDonalds morgen keine Burger mehr, dann können sie sich vielleicht durch langfristige Mietverträge noch ein paar Monate halten, aber irgendwann würden auch dort die Lichter ausgehen. Ich wollte nur mal hervorheben, wie sich das Geschäft von McDonalds über die Zeit gewandelt hat.

Ich selber muss auch sagen, dass ich mittlerweile so gut wie gar nicht mehr dort esse. Das letzte Mal war ich Anfang Mai bei McDonalds (da war ich allein im Haus, Frau lag mit dem Neugeborenen noch im Krankenhaus). Früher war es quasi ein Ritual. Samstag Party bis in die Morgenstunden und Sonntagmittag zusammen bei McDonalds das Wochenende auswerten...mittlerweile ist es mir schlicht zu teuer. Außerdem schmeckt es nicht mehr so...

Auf meinem Weg nach Hause liegt jedoch auch ein McDonalds...Wenn man nicht gerade Sonntag kurz nach 7 Brötchen holt, dann sieht man dort IMMER wie gerappelte voll es ist. Es gibt also scheinbar noch mehr als genug Leute, die McDonalds mögen und dort essen.

Als reines Investment finde ich McDonalds deshalb sehr gut und schaue da auch recht positiv und entspannt in die Zukunft. Vergleichbare Firmen mit einem ähnlichen Kurszuwachs und ähnlich stabilen Ausschüttungen gibt es kaum. Schon gar nicht mit so einer langen Historie.
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#8
(16.11.2022, 14:54)MisterS schrieb: ch selber muss auch sagen, dass ich mittlerweile so gut wie gar nicht mehr dort esse. Das letzte Mal war ich Anfang Mai bei McDonalds (da war ich allein im Haus, Frau lag mit dem Neugeborenen noch im Krankenhaus). Früher war es quasi ein Ritual. Samstag Party bis in die Morgenstunden und Sonntagmittag zusammen bei McDonalds das Wochenende auswerten...mittlerweile ist es mir schlicht zu teuer. Außerdem schmeckt es nicht mehr so...

Kann ich verstehen. Ich glaube, das ist normal und geht vielen so mit dem älter werden. Ich werde da eher die Ausnahme sein, selten in jungen Jahren bei McDonalds gewesen zu sein. Seitdem ein veganer Burger angeboten wird, sitze ich dort ab und zu gerne und das spricht wieder für McDonalds. =)

(16.11.2022, 14:54)MisterS schrieb: Auf meinem Weg nach Hause liegt jedoch auch ein McDonalds...Wenn man nicht gerade Sonntag kurz nach 7 Brötchen holt, dann sieht man dort IMMER wie gerappelte voll es ist. Es gibt also scheinbar noch mehr als genug Leute, die McDonalds mögen und dort essen.

Das war mir auch schon aufgefallen. Besonders junge Leute und gerade die Partygänger am Wochenende werden einiges an Umsatz ausmachen.^^

(16.11.2022, 14:54)MisterS schrieb: Als reines Investment finde ich McDonalds deshalb sehr gut und schaue da auch recht positiv und entspannt in die Zukunft. Vergleichbare Firmen mit einem ähnlichen Kurszuwachs und ähnlich stabilen Ausschüttungen gibt es kaum. Schon gar nicht mit so einer langen Historie.

Dem habe ich gar nichts mehr hinzufügen, außer: Danke für den interessanten Austausch! Sehr gut!
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