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Einzelaktien oder Fonds kaufen? (Diskussion) - Diskussion

#1
Puh, eigentlich wollte ich mich doch nicht zu Wort melden, aber wie @Darkmelius weiß, arbeite ich selbstständig m Bereich Investment und höre immer wieder: Fondskosten, sau teuer, will ich nicht bezahlen etc. Könnte ja auch sagen, 15€ für nen Friseur, puh ist das teuer, dann mache ich es eben selbst. Das höre ich aber selten. Aber beim Investment spare ich bis aufs Kleinste.

Ich nehme mal ein kleines Beispiel:

Sagen wir man verdient wie ein Durchschnittsbürger in Deutschland 35000€, also ca. 2900€, also 18€ Brutto pro Stunde. Jetzt investieren wir sagen wir mal 1000€ im Jahr. Nehmen wir an die Fonds kostet im Jahr durchschnittlich 2% (ich habe nur einen der mehr kostet). Also kostet die Fonds im ersten Jahr 20€, im zweiten Jahr ca 40€ usw. Vielleicht verzeichnen wir Gewinne, dann wird es mehr. Jetzt die Frage wie viel Zeit verbringt ihr beim durchforsten, durchlesen etc bis ihr dann eine Entscheidung für eine Einzelaktie trefft? Nehmen wir an, man ist schnell im Durchblick 2 Stunde pro Aktie, also 36€. Aber man ist ja auch nicht immer zufrieden und wählt nochmal anders usw.

Also kommen wir ganz schnell auf viel Zeit, die wir doch lieber mit unserer Familie verbringen könnten, wenn wir einen Berater zu Rate ziehen, der sich täglich damit beschäftigt und gehen unserem Geschäft nach. Genauso wie der Friseur Haare schneidet, der Landwirt das Feld bestellt und der Maurer das Haus baut.

Ja man kann alles selber machen, aber gerade in diesem riesigen Bereich durchzublicken erfordert nicht nur 2 Stunden und dann bekommt man als Privatperson nicht die Informationen, die Fondsmanager bekommen.

Ich bin auch ein Freund von ETFs, dann sind die Kosten geringer, aber man kann seinen eigenen Vorlieben nicht mit rein bringen, in der Mischung zur Kostenreduzierung sinnvoll. Zusätzlich aber aktiv gemanagte Fonds, um sein Investment bewusst in Branchen zu investieren und schon hat man ein gutes ordentliches Portfolio.

Aber bitte, gerade bei 350€ im Monat sich auf sein eigenes Verständnis zu setzen und ein erhöhtes Risiko einzugehen und dann bei einer Rendite von .
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#2
Der Beitrag wurde aus der Diskussion im Portfolio von StefanH ausgegliedert.

Ich bin der Meinung, dass bei einer durchschnittlichen Rendite des MSCI Worlds von 7% eine Kostenbasis von teilweise 2% pro Jahr plus Ausgabeaufschlag einfach nur völlig überteuert ist. Da der Fondsmanager vermutlich die 7% genauso wenig wie ich erreichen wird, steigt der Kostenanteil an.
Der einzige Grund für mich einen Fonds zu kaufen wäre bei einer Garantie, wie bei einer Lebensversicherung, oder bei einer erfolgsbasierten Vergütung, wie bei einem Wikifolio. Derzeit stoße ich alle Fonds ab und kaufe Einzelaktien in mein Depot.

Die Frage der Zeit stellt sich natürlich. Aber selbst bei wenig Zeit würde ich einen ETF immer einem Fonds vorziehen, denn man spart schonmal rund 1% pro Jahr an Kosten. Dies ist definitiv nicht zu vernachlässigen und wenn man nun davon ausgeht, dass die Fondsmanager ihre eigene Benchmark nicht erreichen, dann ist die Rendite eines ETF noch besser als bei einem aktiv gemanagten Fonds. Also Kosten niedriger, Rendite höher.

Einzelaktien sind aber interessanter als ETFs, wenn man Spaß am Recherchieren hat. Dann verbindet man das direkt mit einem Hobby. Wenn man auf Dauer dann genug Kapital hat, dann kann man auch eine sehr große Diversifikation hinbekommen und man freut sich über die laufenden Dividenden.

Ich sehe es derzeit eher so:
Als Hauptinvestment streue ich in viele Einzelaktien. Hier nutze ich vor allem Trade Republic als Broker mit 1€ Ordergebühr.
Als Nebeninvestment zur Schwerpunktsetzung nutze ich ETFs, welche dann bei einem meiner zahlreichen Broker gekauft werden.
Irgendwann habe ich eine sehr große Streuung im Portfolio, sodass ich von der Rendite an den MSCI World komme. Wenn dies erreicht ist, spare ich noch die ETF-Gebühren und kann beliebig Aktien ein- und verkaufen um weitere kleine Schwerpunkte zu setzen.
Wenn man gar keine Zeit und Lust hat, dann halt nur ETFs. Falls man selbst dazu zu wenig Zeit hat, dann ein Berater, welcher einem einen Account bei einem Broker einrichtet und ETFs kauft.
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#3
Meiner Meinung nach sind Fonds für Personen, die keine Lust oder Zeit haben sich intensiv mit der Börse zu beschäftigen eine gute Möglichkeit zu investieren. Und auch wenn man nicht viel investieren kann sind Fonds denke ich die bessere Alternative. Für Einzelaktien benötigt man schon mehr Börsenwissen und die Zeitinvestition ist auch wesentlich größer.
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