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"[Diskussion] Reale Rendite - Was ist tatsächlich möglich ?" - Diskussion

#1
Diskussion / Umfrage 
Servus zusammen,

schon länger treibt sich diese Frage in meinem Kopf rum.
HYIP's werben ja immer mit Renditen von einem bis mehrere Prozent am Tag.
Das so etwas nicht realistisch ist bzw. selbst wen auf dauer nicht gehalten werden kann ist klar.

Trotzdem stellt sich mir hier die Frage was an den Märkten tatsächlich möglich ist ?

Inzwischen gibt es ja eine Reihe an Finanzprodukten um an dem Märkten zu partizipieren.
Neben den klassischen Aktien, Fonds und ETF's gibt es ja noch verschiedene Hebelprodukte.
Da wäre einmal der uns allen bekannte Forex Handel kurz FX und CFD's auf Aktien, Index, Rohstoffe etc.
Aber auch die anderen Hebelprodukte wie Knock-Out Zertifikate, Optionsscheine oder Mini-Futures.
Nicht zu vergessen die großen Terminbörsen an denen auch Private Händler mit Aktienoptionen und Futures handeln können.

Mit all diesen Möglichkeiten lassen sich gute Renditen erzielen, je nachdem wie man das ganze betreibt auch dauerhaft und konstant.

Doch trotzdem glauben viele das realistisch nur einige % im Jahr möglich sind und zweistellige % Renditen reine Glückssache sind oder gar Betrug sind.
Aber warum ? Nur weil die Bank um die Ecke poplige 1-2% im Jahr oder weniger bei ihren Fonds anbietet ?
Woher kommt diese Denkweise ?

Aber gerade hier im Forum haben einige mitglieder schon gezeigt das diese Ansichten so nicht stimmen und es in der Realität definitiv möglich ist konstant stabile Renditen zu erwirtschaften.

Also wie ist eure Meinung dazu ?

Ich freue mich sehr über eine spannende Diskussion.
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#2
Meine persönliche Meinung ist, dass die Leute einfach viel zu sehr auf die Banken konzentriert sind. Wenn die Bank 1% im Jahr ausschütten kann, dann gehen alle davon aus, dass das schon das Maximum ist.

Aber dass so ne Bank (vielleicht nicht jede Bank) auch mal im Jahr 300% macht, wird nirgendwo erwähnt!

Genau so wissen wir, dass am Forexmarkt Gewinne von 5% am Tag keine Seltenheit sind. Natürlich kann man das nicht täglich erwirtschaften, jedoch ist auch da möglich, viel höhere Renditen zu erwirtschaften.

Dann fallen mir Konkursgeschäfte ein. Auch hier wird für wenig Geld ein zum Verkauf stehendes Vermögen aufgekauft und zum Marktpreis/Zeitwert an Interessenten verkauft. Auch hier sind Gewinne pro Kauf/Verkauf i. H. v. 350% keine Seltenheit. Und das mehrmals im Jahr!

Ich denke, wenn man sein Horizont erweitert, dann wird man auch sehen, das das Geld auf dem Boden liegt und man sich nur bücken muss (sich informieren), um es aufzuheben. Grinsen
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#3
Sehr schönes Thema, hier kann ich mich auch mal zu äußern, da ich ja Banker bin.


(28.11.2018, 16:25)cashberyalex schrieb: Aber dass so ne Bank (vielleicht nicht jede Bank) auch mal im Jahr 300% macht, wird nirgendwo erwähnt!

Das ist in Deutschland fast unmöglich. Die Geschäftsberichte der Banken sind öffentlich, zeige mir gerne die utopischen Summen.
Sie machen vielleicht mit einzelnen Aktionen eine Verdreifachung des eingesetzten Kapitals, aber das gesamte Kapital ist davon nicht betroffen.
Dies ist bei Sparkassen, welche die größte Bankengruppe Deutschlands bilden, sowieso
nicht möglich. Die müssen das vorhandene Eigenkapital sicher anlegen, sodass derzeit nur Staatsanleihen zur Verfügung stehen. Dadurch sind dann so 0-0,2% pro Jahr möglich.


(28.11.2018, 16:25)cashberyalex schrieb: Meine persönliche Meinung ist, dass die Leute einfach viel zu sehr auf die Banken konzentriert sind. Wenn die Bank 1% im Jahr ausschütten kann, dann gehen alle davon aus, dass das schon das Maximum ist.

Wenn Banken also nun im Jahr 0,2% durch Anleihen verdienen, dann können sie schwer mehr ausschütten.
Kredite, die gerade auch gefühlt kostenlos sind, bringen da auch kaum noch Rendite. Außerdem haben langjährige Kredite natürlich ein Risiko des Zinsanstiegs.


(28.11.2018, 16:25)cashberyalex schrieb: Dann fallen mir Konkursgeschäfte ein. Auch hier wird für wenig Geld ein zum Verkauf stehendes Vermögen aufgekauft und zum Marktpreis/Zeitwert an Interessenten verkauft. Auch hier sind Gewinne pro Kauf/Verkauf i. H. v. 350% keine Seltenheit. Und das mehrmals im Jahr!

Hier fallen mir auch Geschäfte ein, welche 0% erbringen, dies ist auch keine Seltenheit Grinsen
Die Rendite ist so hoch, weil die Chance auf eine Vermehrung des Einsatzes so gering ist. Meistens gehen die Unternehmen in Konkurs, weil sie illiquide sind und nicht mehr zahlen können.


(27.11.2018, 22:49)Smart schrieb: Nur weil die Bank um die Ecke poplige 1-2% im Jahr oder weniger bei ihren Fonds anbietet ?

Welche Fonds bieten dir denn 1-2% an?
So genau beziffern oder anbieten darf man sie sowieso nicht Grinsen
Vor allem nicht versprechen..
Aber schauen wir uns den Deka Fonds CF mal an. Laut der Internetseite der Deka hat der Fonds seit Beginn 1956 15.000% erreicht. 62 Jahre trennen uns seit der Entstehung.
15000/62=241,94% p.a.
Mit Zinseszinseffekt müssten wir uns hier bei 241,94% pro Jahr bewegen, was so ziemlich alle recht sicheren Alternativen schlägt.
Findest du das immer noch wenig? Grinsen


(27.11.2018, 22:49)Smart schrieb: Also wie ist eure Meinung dazu ?

Ich fühle mich bei Aktienfonds sehr wohl, mache damit meistens so 10-30% pro Jahr. Dieses Jahr ist mit -15% auf dem einen Depot und +6% auf dem anderen Depot etwas weniger los, aber das wird schon^^

Realistisch, wenn du dich mit gar nichts auseinander setzen willst, denke ist sind 5-10% mit Fonds/ETFs locker möglich, aber man muss schon ein wenig risikoaffin dafür sein.

In dem jungen Alter kann man auch ans Alter denken und eine Rentenversicherung abschließen. Hier gibt es viele private Rentenversicherungen auf Fondsbasis, die sind meist interessant und die Provinzial hat da meist so 7-9% jährlich erzielt in den letzten Jahren.
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#4
(05.12.2018, 23:45)DarkMelius schrieb:
(28.11.2018, 16:25)cashberyalex schrieb: Aber dass so ne Bank (vielleicht nicht jede Bank) auch mal im Jahr 300% macht, wird nirgendwo erwähnt!

Das ist in Deutschland fast unmöglich. Die Geschäftsberichte der Banken sind öffentlich, zeige mir gerne die utopischen Summen.
Sie machen vielleicht mit einzelnen Aktionen eine Verdreifachung des eingesetzten Kapitals, aber das gesamte Kapital ist davon nicht betroffen.
Dies ist bei Sparkassen, welche die größte Bankengruppe Deutschlands bilden, sowieso
nicht möglich. Die müssen das vorhandene Eigenkapital sicher anlegen, sodass derzeit nur Staatsanleihen zur Verfügung stehen. Dadurch sind dann so 0-0,2% pro Jahr möglich.

Hi DarkMelius,

wer sprach denn nur von deutschen Banken?  Grinsen
Hier hab ich eher ausländische Banken gemeint. Aber auch nur als Beispiel und eher NATÜRLICH die Ausnahme.  Lächeln

LG
cashberyalex
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#5
Definiere bitte "Markt".

Ich hatte letztes Jahr auf einer Kryptobörse 20% Zinsen auf EUR/USD, weil es sehr umständlich war, dort Fiat hinzubringen und man dort grds. eine Aversion gegen Fiat hat.

Mittlerweile sind 5% Zinsen gutes Geld, so dass man sich mit Fiat angefreundet hat und jetzt einige dort EUR/USD halten. Zinsen sind daher auf 2% gefallen.

Ab und an tuen sich gute Chancen auf, weil man einfach ganz vorne dabei ist. Ich mache sehr viel mit Startups/Fintechs. Die haben am Anfang außer ner Idee. Wenn du das Potential erkennst, kannst Du natürlich mit 1-2 Treffern Privatier werden.

Aber das setzt voraus, dass du an einer Schlüsselpostition sitzt, das Risiko gut einschätzen kannst und oft mitarbeiten musst.

Je weiter Du von diesen Schlüsselpostitionen weg bist, desto dramatischer verfällt deine Rendite. In einem geordneten Prozess bedeutet das meist auch, dass das Risiko fällt (allerdings nicht proportional).

Utopische Renditen bekommst Du da, wo sie niemand erwartet. Das war bis 2016 bei Cryptos so. Mit Lisk kommte man noch einen sehr guten Schnitt machen, aber schon Waves war überkauft. Leute, die 20 EUR in NEM oder IOTA investiert hatten, sind heute gemachte Männer.
Mittlerweile werden die Token aber nicht mehr verramscht. Daher kannst du statt 40.000% Rendite vielleicht nur noch 200% Rendite pro Token erwarten. Das klingt immer noch viel, aber wenn Du Dir anschaust, wieviel Projekte den Bach runtergehen, bist du selbst mit dem ein oder anderen Performer immer noch im Verlustbereich.
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#6
(05.12.2018, 23:45)DarkMelius schrieb: Aber schauen wir uns den Deka Fonds CF mal an. Laut der Internetseite der Deka hat der Fonds seit Beginn 1956 15.000% erreicht. 62 Jahre trennen uns seit der Entstehung.
15000/62=241,94% p.a.
Mit Zinseszinseffekt müssten wir uns hier bei 241,94% pro Jahr bewegen, was so ziemlich alle recht sicheren Alternativen schlägt.
Findest du das immer noch wenig? Grinsen

Wenn Du diese 15000% mit Zinseszins rechnest, kommst Du auf 8,42% p.a. Das ist recht ordentlich und liegt ziemlich genau in der Bandbreite, die der Aktienmarkt auf laaaange Sicht immer so erzielt.

Deka habe ich auch noch irgendwo liegen seit ca. 30 Jahren. Neue Sachen im Aktienbereich mache ich - der Diversifikation wegen - eher in MSCI World oder MSCI EM. Die Rendite liegt in ähnlicher Bandbreite, beim EM etwas volatiler.

Für etwas mehr Rendite nutze ich dann gerne Trading (aus Zeit und Nervengründen, LASSE ich aber traden und mache es nicht selbst), oder auch abgesicherte Pools mit 3-4% pro Monat.

Alles darüber hinaus, also vieles, was man auch hier lesen kann, betrachte ich als absolutes Risiko Kapital. Also nur für Geld, mit dem ich im Zweifel auch ins Casino gehen oder Lotto spielen würde, wenn ich da denn Spaß dran hätte.
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#7
Also was ich bisher gesehen habe gibt es Grundsätzlich keine wirklichen Grenzen.
Wie heißt es so schön - only the sky is the limit.
Ich denke es kommt auf verschiedenes an wie Erfahrung, Kapital, Handelsprodukte, Strategie und natürlich auch die Zeit die man investiert.
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