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Thema Steuern beim Online Investieren in Programme


"[Diskussion] Thema Steuern beim Online Investieren in Programme" - Hauptbeitrag

#61
Diskussion / Umfrage 

Nach dem Kommentar von Parabellum hier zu lesen: http://x-invest.net/forum/thread-ist-investieren-in-programme-illegal?pid=6712#pid6712

(10.08.2015, 21:41)parabellum schrieb: Was ich mich schon ewig gefragt habe:

Wie versteuert ihr solche Erträge aus diesen eigentlich "Illegalen" Programmen. Oder eher gefragt, wenn ich mir plötzlich 10k auf mein Kto. auszahlen lasse fällt die ja auch iwie auf. oder?
Was für möglichkeiten hat man zusätzlich um ans Bare zu kommen. Ich weis jetzt nicht ob ich diese Frage überhaupt stellen darf. Aber mich würde es brennend intressieren.

Ich würde mich freuen falls wir alle gemeinsam über das Thema Steuern und versteuern auch reden könnten.

Aus rechtlichen Gründen sage ich hier gleich: Gänsefüßchen  Dies dient nicht der Steuerberatung.  Gänsefüßchen  Es sind lediglich Tipps. Weil wir ich denke mal keinen Steuerberater unter uns haben der dies offiziell nach WpHG , HGB etc nicht darf. Falls doch ist er hier gern eingeladen.

Die ersten Frage ist also von Parabellum:

Wie versteuert Ihr eure HYIPs earnings?
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"[Diskussion] Thema Steuern beim Online Investieren in Programme" - Diskussion

#41
(08.11.2015, 16:16)d.stec schrieb: Da ich in Österreich wohne und die Domain den Anschein macht, dass dieser ''Dienst'' nur in Deutschland verfügbar ist, kommt die Variante mit Bitcoin für mich leider nicht in Frage.

der Dienst war ja auch nur ein Beispiel,
gibt ja z.B. auch Localbitcoins.com
oder den deutschsprachigen Bereich von Bitcointalk,
dem wohl größten Bitcoin Forum
https://bitcointalk.org/index.php?board=16.0
oder vll. auch ein Österreichisches Bitcoin Forum,
oder andere Nutzer dieses Forums aus Österreich

genügend Möglichkeiten Leute zu finden,
die Bitcoin suchen Zwinkern



(08.11.2015, 16:16)d.stec schrieb: Wie ich gelesen habe, lassen sich solche Prepaid-Karten nur bis zu einem bestimmten Limit hin aufladen, bei höheren Limits geht das aber voll in Ordnung.
bei den Karten sind das meist tägliche Limits von ein paar tausender,
an die sollte man wohl nicht so schnell drankommen Zwinkern



(08.11.2015, 16:16)d.stec schrieb: Wie wäre es eigentlich, wenn man die Gewinne über mehrere Konten - Freunde, Familie - streuen würde, sodass kein ''Super-Hyper-Banküberwachungssystem'' hier eine Regelmäßigkeit entdeckt?

wie gesagt
(06.11.2015, 21:47)HomerSimpson2011 schrieb: Dazu fallen mir gerade spontan zwei Möglichkeiten ein,
gibt aber sicher noch mehr:
das wäre z.B. eine, wenn man dass auch ordentlich Organisiert bekommt.
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#42
Hallo, ich finde das Thema ganz amüsant.

Ich bin aus Österreich und lebe schon sehr lange in Ecuador.
Einmal wurde ich vom Finanzamt angeschrieben wovon ich lebe, weil ich ja in Österreich kaum Einkommen habe.
Ich schrieb denen mehr oder weniger die Wahrheit und damit hat sichs gehabt.

Aber das mit Steuern für Hyip Programme die zum grossteil nicht mal legal sind, finde ich total schwierig, weil wie soll man bei einem Gesamtverlust von einem Investment ausgleichen?

Ich schliesse mich der Meinung derer an, zuerst muss man ja mal richtig verdienen und dann legt man ja noch weiter an und erst dann sollte überlegt werden, was mit dem Gewinn passiert und nicht einen Tag früher.

Übrigens in Ecuador zahlst du keine Steuern auf Gewinne.
Also könnt ihr mir alles schicken  ha ha ha.

Liebe Grüsse  Michi   Cool
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#43
Moin, moin,

ein schönes, emotional beladenes Thema! Lächeln

In Deutschland gibt es höchstrichterliche Rechtsprechung, dass Einnahmen aus illegalen Schneeballsystemen steuerpflichtig sind.

Grundsätzlich gilt, dass Einnahmen aus einer Tätigkeit die nachhaltig (Wiederholungsabsicht) und mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben wird steuerpflichtig sind.

Nach deutschem Steuerrecht gelten die Beträge als zugeflossen, wenn diese einem Benutzerkonto gutgeschrieben worden sind und der Inhaber des Benutzerkontos die Möglichkeit hätte, sich die Beträge auszahlen zu lassen.

Totalverluste von Investments sind Ausfall einer Forderung und somit Betriebsausgabe - mindern also den Gewinn.

Gebühren der Wechseldienste - Betriebsausgaben.

Weitere möglich Betriebsausgaben:
- Arbeitszimmer
- Online-Kosten
- Kosten für Smartphone und Telefon
- Kosten der Homepage
- Kosten für Werbung zur Gewinnung von Refs
- Kosten für PC, Laptop, Tablet

Wenn ich das zusammenrechne bin ich bei ca. 2.000 Euro im Jahr -die wollen
erstmal verdient sein.

Von daher wäre es m.E schlauer die Erträge laufend anzugeben und nicht auf den Zeitpunkt zu warten wo die 4 oder 5-stelligen Beträge auf dem Girokonto landen.

Und noch ein Hinweis - auch die Steuerfahnder treiben sich im Internet rum und gucken, wo Geldbeträge bewegt werden.

Dies ist ausdrücklich keine Steuerberatung, es handelt sich lediglich um die Gedanken eines Forumsmitgliedes, das sich ob seines Berufes ein wenig im deutschen Steuerrecht auskennt.  Yea

Wünsche allen einen schönen restlichen Sonntag.
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#44
Moin in die Runde,

ich moechte hier auch mal ein paar Worte loslassen.

Also dieses Jahr ist fuer mich ein sehr gutes und ich habe endlich einen akzeptablen Gewinn eingefahren.

Zum Thema Steuern fogendes: "Eigentlich muesste man auf diese Gewinne Steuern zahlen, richtig, aber im vergangenen Jahr hatte ich ca. 2000 Euro Verlust (durch das Raisean Desaster) und die wurden mir NICHT anerkannt (weil illegale Gewinnspiele) und so sehe ich es nicht ein, warum ich dieses Jahr meine Gewinne versteuern soll. Der Staat sucht es sich naemlich immer aus wenn es um unsere Art der Profitmacherei geht. Einerseits sagt das Finanzamt, wenn du Verluste mit diesen illegalen Schneeballsystemen machst dann ist das dein Problem, und andererseits will er auf Gewinne in diesem Sektor Steuern haben dann ist das, um es mal vorsichtig auszudruecken, eine ziemliche Frechheit.

Und deswegen habe ich mir gesagt, nee, dieses Jahr bekommt ihr auch nichts, denn es sind ja illegale Geschaefte in denen ihren Augen, also denen ihr Problem, immer nur die Fleischtoepfe haben wollen, geht auch nicht!
Was habe ich nun gemacht?
Ich ueberweise von den Gewinnen in Bitcoin alles zu Xapo.com und habe mir eine VISA Debit Karte zuschicken lassen. Die kostet im ersten Jahr 18 Euro (danach 12 Euro im Jahr) und wenn man sich verifiziert hat, kann man unlimitiert einkaufen gehen und das Finanzamt schaut in die Roehre weil die VISA Karte aus Gibraltar kommt und da hat das deutsche Finanzamt keinen Zugriff.
Supermarkt, Restaurant, Tanken, Kleidung, Werkstatt ect., alles bezahle ich jetzt mit der Karte und es funktioniert perfekt.
Wenn ich nicht mehr genug Bitcoins auf den Xapokonto habe, dann transferiere ich eben von meinen 20 Bitcoinkonten etwas dorthin und es kann weitergehen.

Und ich habe absolut kein schlechtes Gewissen dem Finanzamt ein Schnippchen zu schlagen und werde es in Zukunft auch weiter so behandeln.
Der Staat hatte seine Chance, nicht genutzt, also gibts von mir auch nichts.

Und nebenbei: Die Art ist bombensicher und der Staat hat verloren. Selber Schuld!

Gruss BRP
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#45
Guten Morgen,

einerseits kann ich das voll verstehen, anderenseits hätte ich persönlich damit ein Problem.
Allein schon z.B. bei Tankquittungen, welche ich ja beim FA ansetze, wäre ein Risiko der Entdeckung da, wenn die nach der Karte/Konto fragen, womit das denn bezahlt wurde laut Quittung.
Das mag zwar ein kleines Risiko sein, aber ich mag mich lieber gar keine Gedanken machen müssen über sowas.
Aber muss ja jeder für sich entscheiden Lächeln
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#46
Bis was für eine Summe muss man es nirgends melden ? Bis 250 Euro ? Oder wenn es regelmäßig ist auch darunter? Gab es bei euch schon Probleme, bei denen die es nicht angemeldet haben ?

MfG Enno
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#47
(17.11.2015, 05:16)BluRayPower schrieb: Ich ueberweise von den Gewinnen in Bitcoin alles zu Xapo.com und habe mir eine VISA Debit Karte zuschicken lassen. Die kostet im ersten Jahr 18 Euro (danach 12 Euro im Jahr) und wenn man sich verifiziert hat, kann man unlimitiert einkaufen gehen und das Finanzamt schaut in die Roehre weil die VISA Karte aus Gibraltar kommt und da hat das deutsche Finanzamt keinen Zugriff.

Das wird sich mit der Zusammenarbeit der Länder und dem Austauschen der Kontodaten ab 2017 leider ändern. Auch da ist Gibraltar dabei. Aber bis dahin bleibt noch genug Zeit.
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#48
(17.11.2015, 12:58)Hyperhamster schrieb: Bis was für eine Summe muss man es nirgends melden ? Bis 250 Euro ? Oder wenn es regelmäßig ist auch darunter? Gab es bei euch schon Probleme, bei denen die es nicht angemeldet haben ?

MfG Enno

801€. Wie bereits erwähnt. Lächeln

Probleme gab es noch nie Grinsen. Muss auch noch meine Steuererklärung machen Schämen , bis jetzt hat sich aber noch keiner gemeldet. Grinsen
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#49
Hallo liebe Member,
ich bräuchte Ratschläge  2 anliegen.
Als erstes möchte ich wissen wann man ein Gewerbe anmelden muss. Also ich bin bei GPA registriert und habe eine etwas größere Summe investiert und 7 Monate lang reinvestiert. Brauch ich erst ein Gewerbe anmelden wenn ich meine erste Auszahlung beantrage?

Als nächstes ich habe 5000 Euro investiert und habe jetzt ungefähr 772 Adpacks.
Soll ich weiter reinvestieren oder 50/50 machen. Die 25$ Ads mein e ich.

[ Diesen und die folgenden 3 Beiträge in Thema "Steuern" verschoben ]
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#50
Hallo Vastoknasto,

ich würde dir auf jedenfall empfehlen die 5.000€ erstmal wieder rauszunehmen, da man nie weiß wann ein Programm zuende geht.
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#51
.oder einfach die Gewinne bis zum Break-Even-Point auszahlen.

Was du "sollst" ist aber relativ und hängt davon ab was du WILLST!
50/50 wäre auch eine Idee oder eben so wie Rusty sagt alles auszahlen
und das viele Kapital dann lieber neu auf viele Programme verteilen.

Dann aber bitte in Teilschritten auszahlen,
um beim Admin nicht zu sehr aufzufallen.
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#52
Hallo VastoKnasto,

ganz allgemein ein paar Hinweise zu Deiner Frage:

- Gewerbeanmeldung ist nötig, wenn u.a. eine Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. Erst einmal unabhängig davon, um welche Beträge es geht.

- Je nachdem, wo der Anbieter/die Seite ihren Sitz hat (außerhalb EU, innerhalb EU oder D) sind die Umsätze dann steuerpflichtig oder nicht steuerbar. Das bezieht sich auf die Umsatzsteuer, Einkommssteuer ist dann trotzdem zu zahlen. Einfach mal informieren, was auf GPA zutreffen würde.

- Je nachdem, ob Du unter die Kleinunternehmerregelung fällst oder nicht, musst Du evtl. Umsatzsteuervoranmeldungen machen (auch da sind nicht steuerbare Umsätze einzutragen).

- Zum Jahresabschluss musst Du dann eine EÜR ausfüllen (Einnahmenüberschussrechnung). Es sei denn, Deine Umsätze wären über 500k, dann Bilanz (wird aber nicht der Fall sein).

- Hier der wichtigste Punkt: Es wird oft unterschätzt, wann Umsätze als solche zählen. Viele geben nur die Kontobewegungen an, das ist u.U. aber nicht korrekt. Es zählt das Zufluss-Abfluss-Prinzip. Das heißt, sobald man aktiv Auszahlungen veranlassen KÖNNTE, gilt das Geld bereits als zugeflossen. Wie gesagt, streng genommen ist das so, aber hier werden dir viele Leute etwas anderes erzählen. Da man auf den Werbeportalen viel reinvestieren muss, kommt man auch bei geringen Gewinnen bereits auf hohe Umsätze. Zwinkern Damit dürfte wohl bei Deinem Betrag die Kleinunternehmerregelung schon nicht mehr gelten, da Deine Umsätze (nicht Gewinne) wahrscheinlich höher als 17500 Euro im Jahr sind.

Meine Antwort ist nur als Denkanstoß zu sehen, da ich mir bereits dieselben Fragen gestellt habe. Ich nehme keine Gewähr auf Korrektheit, da ich kein Steuerberater bin Wink.
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#53
Ich beschäftige mich auch aktuell mit dem Thema Steuern und bin über ein paar Artikel gestolpert.

https://www.vlh.de/kaufen-investieren/abgeltungssteuer/schneeballsystem-steuern-auch-auf-scheingewinne-faellig.html

http://steuerberaterlahr.de/2014/07/betruegerische-schneeballsysteme-koennen-2-mal-wehtun/

http://www.handelsblatt.com/finanzen/steuern-recht/steuern/schneeballsystem-finanzamt-schroepft-geprellte-anleger/9971044.html

http://www.steuerberater-rutenkolk.de/portal/mandanteninformation-online/kapitalanleger/kapitaleinnahmen-scheingewinne-aus-schneeballsystem-vorlaeufig-nicht-steuerpflichtig/9722,56472.html

http://steueranwalt-deutsch.berlin/aktuelles/53-schneeballsystem-auch-steuerlich-kein-happy-end

http://www.jacob-halle.de/steuernews/august_2014/scheinrenditen_aus_schneeballsystemen/

http://steuerberater-quermann.de/?c=Besteuerung-von-Schneeballsystemen


Zusammengefasst wird eindeutig immer wieder gesagt, dass NICHT die Gewinne zu versteuern sind, sondern die bereits  zugeflossenen "Scheinrenditen".
Hier im Thread wurde immer wieder erwähnt, dass man warten kann bis man die Gewinne aufs Bankkonto oder anderen Wegen auszahlt bzw. man nur rein die Gewinne versteuert.
Dies scheint falsch zu sein und ist für den Anleger natürlich doppelt bitter, wenn ein Programm verschwindet.

Beispiel ein Programm wie Amazing5:
Angenommen, man hätte 1.000€ dort investiert und 10 Tage lang 5% Rendite erhalten. Also 50% retour.  Danach verschwindet das Programm.
Dann hat man quasi 500€ verloren, muss aber trotzdem die 500€, die einem bereits als Scheinrendite zugeflossen sind, versteuern.

Dabei muss man die Gewinne noch nicht mal ausgezahlt haben. Sobald der Gewinn im Account, wie hier z.B. bei amazing5, gutgeschrieben wurde und man frei entscheiden kann, ob man auszahlen lassen will oder nicht, sind diese Scheingewinne steuerpflichtig. Auch wenn diese reinvestiert werden.

Dies würde ja nun aber bedeuten, dass es eigentlich ausgeschlossen ist, das Ganze profitabel und gleichzeitig steuerlich legal betreiben zu können oder?
Weil es verschwinden ja immer mal ein paar Programme. Je nachdem wie erfolgreich man investiert und streut, stimmt am Ende ja trotzdem die Bilanz.
Wenn man nun aber sogar bei Verlusten Steuern zahlen muss, ist das Ganze vermutlich kaum mehr profitabel zu halten.

Vielleicht könnten aquarius oder LucidDream ja nocheinmal was dazu sagen, da sie das Thema ja schonmal ähnlich beleuchtet haben und sich ein bissl auskennen, aber trotzdem im Hyip Markt aktiv sind. Lächeln
Oder auch Lincon1978, der ja sogar davon lebt.

Für mich ergeben sich daraus natürlich noch weitere Fragen. Denn oftmals ist ja in den Renditen das Anfangsinvest mit enthalten. Sprich, wenn man am Ende 160% ausgezahlt bekommen hat, müsste man dann ja auf diese 160% Steuern zahlen, da es zugeflossene Renditen sind. Damit müsste man also auch sein Invest besteuern, was ja kompletter Unfug ist.

Ich dachte ich immer, man zählt am Ende des Jahres seine Einnahmen und Ausgaben auf z.B. PerfectMoney zusammen und der Überschuss, also der Gewinn, wird dann normal versteuert. (Abgeltungssteuer + Soli).
Dies ist aber, wie es scheint (da es von mehreren Quellen bestätigt wird) nicht der Fall.

Ich liebe deutsche Land.
Antworten Top
#54
(03.02.2016, 18:34)ben schrieb: Zusammengefasst wird eindeutig immer wieder gesagt, dass NICHT die Gewinne zu versteuern sind, sondern die bereits  zugeflossenen "Scheinrenditen".
Hier im Thread wurde immer wieder erwähnt, dass man warten kann bis man die Gewinne aufs Bankkonto oder anderen Wegen auszahlt

Diese Aussage ist steuerechtlich eindeutig falsch - entscheidend ist die Gutschrift auf dem Account UND die Möglichkeit sich die Beträge auszahlen zu lassen.

Beispiel ein Programm wie Amazing5:
Angenommen, man hätte 1.000€ dort investiert und 10 Tage lang 5% Rendite erhalten. Also 50% retour.  Danach verschwindet das Programm.
Dann hat man quasi 500€ verloren, muss aber trotzdem die 500€, die einem bereits als Scheinrendite zugeflossen sind, versteuern.

Aus meiner Sicht 500 Euro Einnahmen (Rendite) 1.000 Euro Ausgaben (Forderungsverlust) macht in der Summe 500 Euro Verlust.

Dabei muss man die Gewinne noch nicht mal ausgezahlt haben. Sobald der Gewinn im Account, wie hier z.B. bei amazing5, gutgeschrieben wurde und man frei entscheiden kann, ob man auszahlen lassen will oder nicht, sind diese Scheingewinne steuerpflichtig. Auch wenn diese reinvestiert werden.

Vielleicht könnten aquarius oder LucidDream ja nocheinmal was dazu sagen, da sie das Thema ja schonmal ähnlich beleuchtet haben und sich ein bissl auskennen, aber trotzdem im Hyip Markt aktiv sind. Lächeln
Oder auch Lincon1978, der ja sogar davon lebt.

Für mich ergeben sich daraus natürlich noch weitere Fragen. Denn oftmals ist ja in den Renditen das Anfangsinvest mit enthalten. Sprich, wenn man am Ende 160% ausgezahlt bekommen hat, müsste man dann ja auf diese 160% Steuern zahlen, da es zugeflossene Renditen sind. Damit müsste man also auch sein Invest besteuern, was ja kompletter Unfug ist.

Wie der Betreiber die Rückzahlung bezeichnet ist m.E für die Besteuerung unerheblich entscheidend ist die tatsächliche Durchführung, in diesem Fall also 60 % zu versteuern, 100 % Rückzahlung der Einlage.

Ich dachte ich immer, man zählt am Ende des Jahres seine Einnahmen und Ausgaben auf z.B. PerfectMoney zusammen und der Überschuss, also der Gewinn, wird dann normal versteuert. (Abgeltungssteuer + Soli).
Dies ist aber, wie es scheint (da es von mehreren Quellen bestätigt wird) nicht der Fall.

Grundsätzlich ist das ja auch so - nur muss eben jeder einzelne "Vorgang" für sich betrachtet und steuerechtlich gewürdigt werden.

Ich liebe deutsche Land.
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#55
@aquarius:
Danke ersteinmal für deine Antwort.  Sehr gut!

(03.02.2016, 19:21)aquarius schrieb: Angenommen, man hätte 1.000€ dort investiert und 10 Tage lang 5% Rendite erhalten. Also 50% retour.  Danach verschwindet das Programm.
Dann hat man quasi 500€ verloren, muss aber trotzdem die 500€, die einem bereits als Scheinrendite zugeflossen sind, versteuern.

Aus meiner Sicht 500 Euro Einnahmen (Rendite) 1.000 Euro Ausgaben (Forderungsverlust) macht in der Summe 500 Euro Verlust.

Es wäre schön, wenn es genau so wäre. Leider scheint dem ja eben nicht so zu sein.
Denn genau darum ging es ja in den Beiträgen, dass trotz des Verlustes, die Anleger die bis dahin gezahlten Renditen zusätzlich versteuern mussten.


"Als wäre der Verlust der Ersparnisse nicht schlimm genug, kommt auf die Betrogenen auch noch jede Menge Ärger mit dem Finanzamt zu. Denn den Fiskus interessiert es nicht, dass die Anleger einem betrügerischen System aufgesessen sind. Er behandelt die Ausschüttungen vielmehr so wie bei allen konventionellen Anlageformen als Kapitalerträge, die zu versteuern sind, unabhängig davon, ob sie ausbezahlt oder wieder angelegt und verloren wurden. Dagegen sind Betroffene gerichtlich vorgegangen, aber der Bundesfinanzhof hat schon in einem Urteil aus dem Jahr 2010 (Az.: VIII R 4/07) die Vorgehensweise der Finanzämter bestätigt.

Bei dieser Linie blieb der BFH auch dem aktuellen Streitfall. Der Kläger hatte bei dem Betreiber eines Schneeballsystems eine Beteiligung an einer angeblich hochverzinslichen Kapitalanlage erworben. Daraus erhielt er bis zum Zusammenbruch des Systems Gutschriften über Zinserträge, die er sich teilweise auszahlen ließ, teilweise aber wieder anlegte."
Zitat: Handelsblatt
Antworten Top
#56
(03.02.2016, 20:24)ben schrieb: @aquarius:
Danke ersteinmal für deine Antwort.  Sehr gut!




(03.02.2016, 19:21)aquarius schrieb: Angenommen, man hätte 1.000€ dort investiert und 10 Tage lang 5% Rendite erhalten. Also 50% retour.  Danach verschwindet das Programm.
Dann hat man quasi 500€ verloren, muss aber trotzdem die 500€, die einem bereits als Scheinrendite zugeflossen sind, versteuern.

Aus meiner Sicht 500 Euro Einnahmen (Rendite) 1.000 Euro Ausgaben (Forderungsverlust) macht in der Summe 500 Euro Verlust.

Es wäre schön, wenn es genau so wäre. Leider scheint dem ja eben nicht so zu sein.
Denn genau darum ging es ja in den Beiträgen, dass trotz des Verlustes, die Anleger die bis dahin gezahlten Renditen zusätzlich versteuern mussten.


Bedauerlicherweise ist das deutsche Steuerrecht so einfach nicht.

Steuerrechtlich wird unterschieden zwischen der "Vermögensspähre" (für die Einkommensteuer ohne Bedeutung) und der "Einkommenssphäre" (für die Einkommensteuer relevant).

Grundsätzlich fallen Vermögenverluste in die "Vermögensspähre" und wirken sich bei der Einkommensteuer nicht aus - Ausnahme Spekulationsgeschäfte, für die bis zum Jahr 2009 eine Frist von 1 Jahr galt. Das zitierte BFH-Urteil stammt aus dem Jahr 2007 und es ging um eine Anlage, die länger als ein Jahr lief. Von daher stellte sich die Frage nach Berücksichtigung des Kapitalverlustes überhaupt nicht und war auch nicht Gegenstand des Klageverfahrens.

Mit dem Jahr 2009 und der Einführung der Zinsabschlagsteuer entfällt die Einjahresfrist für Spekulationsgeschäfte - aktuellere Urteile zu "Kapitalverlust" habe ich bei juris nicht gefunden. Das liegt m.E. daran, dass dieser Punkt nicht strittig ist, wie auch einige in juris gefundene Kommentare zum Einkommensteuergesetz bestätigen.

Deutlich einfacher wird es, wenn das ganze im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit steuerlich dargestellt wird. Spricht einiges dafür, da ja in der Regel auch für Hyips geworben wird um Refs zu erhalten. Dann sind Totalverluste Ausfälle von betrieblichen Forderungen, die steuerlich relativ problemlos anerkannt werden.
Nachteil ist, das ab einem Gewinn von 24.500 Euro im Jahr (ok, das muss man erst einmal erreichen) neben der Einkommensteuer auch Gewerbesteuer zu zahlen ist.
Vorteil ist, das Verluste aus Gewerbebetrieb mit ALLEN anderen positiven Einkünften verrechnet werden können.
Verluste aus Spekulationsgeschäften können dagegen nur mit Gewinnen aus Spekulationsgeschäften verrechnenet werden.
Antworten Top
#57
sehr gute Ideen habt ihr da alle. ich habe auch eine.

was gibt's anonymeres als bitcoin? entweder ihr wandelt alles in bitcoins um und zahlt mit bitcoin wo es geht.

Oder: Ihr seid Österreicher und geht zu einem Bitcoin- Bankomaten.

Gibt's aber nur in Österreich derzeit.
Antworten Top
#58
oder man bezahlt einfach gar keine steuern.wenn interesiert es was auf meinem perfrct money account ist.
Antworten Top
#59
@aquarius:
Danke für deine ausführliche Antwort! Lächeln
D.h. deiner Meinung nach, sind zusammengefasst die Renditen nicht zu versteuern, wenn in Summe ein Verlust mit dem Hyip erzielt wurde? Wie in dem besagten Beispiel.

Das würde allerdings allen Links widersprechen, in denen die Rede von einem Urteil des Bundesfinanzhofs vom 11.02.2014 ist, in dem das Urteil vom 16. März 2010 VIII R 4/07 nochmals bestätigt wurde.
Also schon aktueller als 2007/2009.

Dort ist ja eben immer wieder die Rede davon, dass die Anleger doppelt bestraft werden, weil sie neben dem Verlust trotzdem die bisher erhaltene Rendite versteuern müsen. Weil der Betreiber zu der Zeit noch leistungsfähig/leistungsbereit war.
Also im besagten Beispiel hätte man nicht nur 500€ Verlust, sondern zusätzlich ca 150€ Steuern (25%+5%) zu zahlen auf die bisher ausgezahlte Rendite und damit ein Gesamtverlust von 650€.
Antworten Top
#60
najo . ein bisserl Umsicht ist schon geboten. angenommen ich hätte meiner frau einmal ein neues Auto um 13.000€ gekauft und das Geld dafür von lopoca abgehoben, könnte es schon passieren dass mir die Compliance Abteilung meiner Bank am Telefonhörer hängt. Und diesen speziellen "Kundenservice" eurer Bank des Vertrauens garantiere ich auch anderen hier im Forum bei Beträgen ab 10.000€.

10.000€ ist übrigens die goldene grenze bei den geldwäscherichtlinien. Ansonsten müsst ihr euch rechtfertigen woher das Geld stammt, und da wird's schwierig.

D.h: Solltet ihr einmal Beträge im fünfstelligen Bereich abheben wollen/müssen rate ich euch dies in größeren zeitlichen Intervallen sowie kleiner gesplitteten Geldmengen zu tun!

Hinweis: Das sollte euch in keinster Weise dazu auffordern illegal Steuern zu hinterziehen.
Ich bin kein Steuerberater.
Antworten Top

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